Tag 2 in Rom – ein Erlebnis- und Reisebericht

Fotograf Berlin Marc Birkhoelzer www.birkhölzer.com
Blick vom Tourbus auf das Kolosseum

Das Kolosseum und der Konstantinsbogen

Wir halten mit dem Bus auf der anderen Seite des Kolosseum und nähern uns diesem mit gleichzeitigen Blick auf den Konstantinsbogen der von 312-315 n. Chr. Ehren des Kaisers Konstantin erbaut wurde.
Die Attika im oberen Teil ist heller als der eigentliche Unterbau und wurde erst später aufgesetzt. An den Frontseiten sind rechts und links je zwei Tondi (runde Reliefs) angebracht (unter dem Kaiser Hadrian) die Jagd- und Opernszenen zeigen.
Im oberen, mittleren Teil haben der Senat und das Volk von Rom dem Kaiser Flavius Constantinus Maximus eine Inschrift gewidmet.

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Der Konstatinsbogen (m Hintergrund das Forum Romanum)
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Der Konstatinsbogen (312-315 n. Chr.)
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Der Konstatinsbogen nahe des Kolosseum
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Paarweise Tondi an den Seiten

Wir gehen vorbei am Konstatinsbogen und stehen nun unmittelbar vor dem Kolosseum. Das Kolosseum stellt im wahrsten Sinne des Wortes alles bisher gesehene hier in Rom in den Schatten.
An der Stelle des Kolosseum waren ursprünglich vom Kaiser Nero (37-68 n. Chr.) Gärten und einen See angelegt worden, die zur Domus Aurea gehörten. Nach dem Tod Neros wurde die Domus Aurea nicht weiter gebaut und so ließ der Kaiser Vespasian (9-79 n. Chr.) den See entfernen und an dessen Stelle ein Amphitheater bauen, in dem sich das Volk belustigen sollte und dessen Ausmaße alle anderen Amphitheater in den Schatten stellen sollte.

Die umlaufenden Gänge unter den Tribünen
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Ein Größenvergleich Mensch-Kolosseum
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Das Koloseum ist vollständig eingezäunt

Nach der Fertigstellung (erb. 72-80 n. Chr.) wurde das Kolosseum mit einem hunderttägigen Fest eingeweiht, bei dem hunderte Gladiatoren und tausende Tiere ihr Leben ließen. Im Kolosseum soll bis zu 70.000 Zuschauer Platz gefunden haben, wobei das „niedere“ Volk oben saß und Senatoren etc. weiter unten. Insgesamt gab es 80 Zugänge, davon waren alleine vier dem Kaiser vorbehalten.
Das Kolosseum wurde elliptisch gebaut, so dass die Zuschauer näher am Geschehen waren. Die runde Form verhinderte zudem, das sich Gladiatoren in irgendwelchen Ecken verstecken konnten.
Das Kolosseum ist knapp 190 Meter lang und knapp 160 Meter breit. Die Höhe misst  ca. 50 Meter. Im äußeren Ring, von dem heute nur noch der nördliche Teil vorhanden ist, bewegten sich die Zuschauermassen beim hinein- und rausgehen. Die restlichen Teile dieses Ringsystem sind im Laufe der Jahrhunderte von reichen Römern und verschiedenen Päpsten abgetragen worden, die das Kolosseum nach dessen letzten Nutzung im Jahr 523 als Steinbruch nutzten. Auch Teile des Petersdoms wurden mit Steinen aus dem Kolosseum gebaut. Bis dahin sollen im Kolosseum von zehntausenden bis mehreren hundertausenden Menschen und einige Millionen Tiere ihren Tod gefunden haben (schon erschreckend!). Die „Spiele“ wurden vom Kaiser ausgerichtet und alle freien Bürger Roms hatten kostenlosen Eintritt und genossen freie Verpflegung (Brot und Spiele). Erst Papst Benedict XIV stoppte 1744 den Abbruch des Kolosseum.

Im Inneren war die Arena zwar unterkellert, aber ebenerdig mit einem Holzboden abgedeckt auf dem die Gladiatorenkämpfe stattfanden. Die Holzbohlen konnten für nachgestellte Seeschlachten entfernt werden während der Keller mit Wasser geflutet wurde. Später fanden keine Wasserschlachten mehr statt und das Kellergeschoß wurde mit Räumen ausgebaut in denen sich die Gladiatoren aufhielten und Tiere eingesperrt wurden. Den Holzboden, in dem eine aufwendige Bühnentechnik installiert war, behielt man jedoch bei, da ein Steinboden das Blut nicht aufgesogen hätte.

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Zur Anschauung wurde Teile des Holzboden rekonstruiert

Das Wort Kolosseum stammt ursprünglich von einer Statue des Nero, der „Kolossalstatue“ ab, die vor dem Amphitheater stand. Diese ca. 35 Meter hohe Statue stand erst im gegenüber befindlichen Forum Romanum und wurde durch den Kaiser Hadrian nach dem Tod des Nero vor das Amphitheater versetzt. Die Statue soll bis in das 4. Jahrhundert dort gestanden haben und wurde wegen der schieren Größe „Colossus“ genannt.
Das Kolosseum steht bis zum heutigen Tage in seiner Architektur und Konstruktion als Vorbild für viele große Fußball- und Olympiastadien da. An dem grundsätzlichen Aufbau mit den vielen Treppen und Zugängen hat sich bis heute nichts geändert…., schon erstaunlich, welch weitreichenden Einfluß das Kolosseum hat.

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Unter den Tribünen
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Hohe Tribünenzugänge

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir stehen ja jetzt nun vor dem Eingang und sind überrascht, das überhaupt keine Warteschlange zu sehen ist. Na ja, es ist ja auch bereits 16:20 Uhr und die meisten Besucher waren sicherlich vormittags hier. Wir können also zügig das Kolosseum betreten nach dem wir unseren Roma-Pass vorgezeigt haben. Der Eingang befindet sich auf der Nordseite, so dass man erst einmal in dem alten Außenring steht und von der Größe und Höhe des Tunnelsystem „erschlagen“ wird. Jetzt fehlen hier eigentlich nur die alten Römer mit ihren Ledersandalen…, wie war das früher, als die Römer hier durchgelatscht sind?

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Ein ehemaliger Stützpfeiler
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Ehemaliges Zuschauertunnelsystem unter den Tribünen
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Der erste Blick in das Kolosseum
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Akkurat gemauerte Bögen aus Ziegel
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Treppe in die oberen Ränge
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Blick von der westlichen Seite hinab ins Kolosseum

Wir gehen in den Außenring und können von oben hinab zum Forum Romanum und auf den Konstatinsbogen schauen.

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Blick vom Kolosseum auf den Bereich davor
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Der Konstatinsbogen vom Kolosseum aus gesehen
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Blick von der Südseite zur Nordseite
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Blick auf den nördlichen Außenring
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Blick nach unten auf das ehemals überdachte Zuschauertunnelsystem
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Das Tunnelsystem aus Kopfhöhe
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Das Tunnelsystem aus Kopfhöhe
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Touristen auf Arenahöhe, unten die Kellergewölbe
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Reste von Tribünen (links)
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Der Mittelgang im Kellergewölbe
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Kellergewölbe im Detail
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Kellergewölbe im Detail
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Das Hauptportal in das Kolosseum
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Der Blick auf die Nordseite
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Das Kolosseum in Höhe der Arena

Nach dem wir das Kolosseum besichtigt haben, gehen wir zurück zur HOP-ON-HOP-OFF Haltestelle. Auf dem Weg dorthin kommen wir noch einmal am Kostatinsbogen vorbei, der unweigerlich eine „Motivklingel“ in meiner Kamera aktiviert: „Bitte fotografiere mich noch einmal“ höre ich es 😉

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Meine Faszination für diese alten Gebäude, die schon so viel „gesehen“ haben, lässt mich weiter auf den Auslöser drücken
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Blick von der Haltestelle auf den Konstatinsbogen und Koloseum
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Das Kolosseum
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Der Konstatinsbogen
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Außenmauer vom Kolosseum

Es ist 18.00 Uhr und vor unserer Nase fährt der Bus ab. Ein Blick auf den Busfahrplan der HOP-ON-HOP-OFF Busse sagt uns, das um 18.00 Uhr Feierabend ist. Nee oder? So eine Touristenstadt und das Kolosseum hat zudem bis eine Stunde vor Sonnenuntergang geöffnet und dann fahren die Busse hier nur bis 18.00 Uhr? Hm…, andere HOP-ON-HOP-OFF Busse fahren hingegen. Wir warten also, laufen können wir immer noch und nach gefühlten 20 Minuten kommt doch noch ein Bus, den wir benutzen können.

Circus Maximus

Nach drei Stationen und der Vorbeifahrt am Circus Maximus (in dem bis zu 300.000 Zuschauer Platz fanden und Wagenrennen á la „Ben Hur“ stattfanden) steigen wir an der Haltestelle „Corso Vittorio Emanuele- Navona“ wieder aus.

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Der Circus Maximus wurde im Jahr 46 v. Chr. durch den Kaiser Caesar erstmal fest mit Steinen gebaut, die weiteren Kaiser Augustus, Domitian und Trajan ließen Erweiterungen und Umbauten bis in das Jahr 103 n. Chr. vornehmen. Im Hintergrund sind die Tempelanlagen auf dem Palatin zu sehen.

Piazza Campo de’Fiori

Wir laufen von der Haltestelle in südliche Richtung etwa 200 Meter bis zum Piazza Campo de‘ Fiori und werden hier zu Abend essen.

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Die Tafel an der Hauswand sagt wo wir sind
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Modernes Speditionsunternehmen
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Die Marktstände werden langsam abgebaut, es ist 18.30 Uhr
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Statue auf der Platzmitte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Unser Lokal Ristorante Mercato….schon sehr gemütlich
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Ristorante Mercato
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Die blaue Stunde auf dem Campo de‘ Fiori

Nach dem Essen, das sehr lecker und noch relativ preiswert war (die Straßenmusiker gab es kostenlos dazu), gehen wir gemütlich durch die Altstadtgassen in Richtung Barberini Platz, wo sich unser Hotel befindet.
Die beleuchteten Gassen und das Restlicht am Himmel sind für mich immer „noch zu schnell für gemütlich“, so dass ich bereits nach kurzer Zeit meine Familie teilweise aus den Augen verliere.

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Die Kirche Sant’Andrea della Valle in der Straße „Corso Vittorio Emanuele II“
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Das Pantheon
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Viktor-Emanuelsdenkmal an der Piazza Venezia, 1/15 Sek. Belichtungszeit, Blende 4,1, ISO 160, frei Hand
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Viktor-Emanuelsdenkmal an der Piazza Venezia, 10 Sek. Belichtungszeit, ISO 160, Blende 13, auf Stativ
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Galleria Alberto Sordi
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Die Kirche Santa Maria in Via im Vollmond, 30 Sekunden Belichtungszeit, Blende 20, ISO 160, vom Stativ.

Das war der 2. Tag in Rom mit den Highlights und Sehenwürdigkeiten:
– Petersplatz und der Papt „live“
– Vatikanische Museen
– Nationaldenkmal
– Pantheon
– Stadtrundfahrt
– Kolosseum
– Campo di‘ Fiori
– Rom bei Nacht

Der Dritte von vier Tagen folgt in Kürze….. und der Vierte natürlich auch.

Habt ihr Fragen, Anregungen oder Tipps? Ich freue mich über euren Kommentar.